Die
Hauptstadt Cost Ricas befindet sich 1150 Meter über dem Meeresspiegel
und liegt in einem Tal, das Valle Central genannt wird. Obwohl San
José bereits 1737 gegründet wurde, erinnert heute nur
wenig an die Kolonialzeit. In der Tat war San José,
zumindest bis das Teatro Nacional um 1890 erbaut wurde, eine kleine,
fast vergessene Stadt. Heute ist sie Mittelpunkt des politischen,
kulturellen sowie wirtschaftlichen Lebens und verfügt über
eine gute Tourismusinfrastruktur, die zum Verweilen einlädt,
bevor man zu den Regenwäldern, Vulkanen oder Stränden
aufbricht.
Stadtplan
von San Jose
Sehenswürdigkeiten
Avenida
Central
Der einfachste Weg, um ein wenig in die Kultur der "Ticos"
hineinzuschnuppern, ist wohl ein Spaziergang auf der Avenida Central.
Von der Terasse des Grand Hotels aus, das sich mitten am Plaza de
la Cultura befindet, kann man die verschiedensten Straßenkünstler,
wie z.B. Mimen, Karikaturisten, etc. beobachten, während man
gemütlich einen Kaffee trinkt. Außerdem gibt es hier viele "sodas", in denen man günstig eine typische
Tico-Mahlzeit einnehmen kann.
Museo
de Jade
Dieses Museum stellt die weltweit größte Sammlung an
amerikanischen Jadesteinen aus. Dank der hervorragenden Beleuchtung
kommt die Schönheit dieser Mineralien auch vollständig
zur Geltung. Außerdem kann man in diesem Museum auch erlesene
Goldstücke von Indios aus der Diquis-Region und gut erhaltene
Töpferein bewundern, die mit Sicherheit einen faszinierenden
Einblick in die vorkolumbianischen Kulturen und ihre Verbindung
mit Mittel- und Südamerika gewähren. Von der Dachterasse
aus hat man übrigens einen ausgezeichneten Blick über ganz San
José.
Museo
Nacional
Dieses Museum ist in der Bellavista-Festung untergebracht, deren
Eckturm noch Einschüsse aus dem Bürgerkrieg von 1948 zeigt.
Das Museum bietet einen faszinierenden Überblick über
die Geschichte Costa Ricas. Es werden dort Goldornamente, gemeißelte
Grabsteine und Steinkugeln, Möbelstücke aus der Kolonialzeit,
die Friedensnobelpreisurkunde des Präsidenten
Oscar Arias und vieles mehr ausgestellt. Von einem begrünten
Innenhof aus sieht man wunderbar auf San José und die Hügel
von Escazú.
Museo
de Oro
Im unterirdischen Museumskomplex der Banco Central
versteckt sich eine der größten Goldsammlungen Amerikas. Dort ist eine eindrucksvolle Sammlung von Schmuck- und Kulturgegenständen aus Gold ausgestellt. Unter den über 2000 Ausstellungsstücken befinden sich unter anderem kleine Figuren, die halb Mensch, halb Tier sind sowie erotische Statuen aus Gold. Im gleichen Komplex befindet sich ein numismatisches Museum und eine wechselnde Ausstellung moderner Kunst.
Teatro
Nacional
Das schönste Gebäude der Stadt ist wohl das Teatro Nacional,
das in den 90er Jahren erbaut wurde. Es ist
das Kulturzentrum der Hauptstadt und ist ebenfalls am Plaza de la
Cultura zu finden. Das neoklassizistische Äußere ist
der Oper von Paris nachempfunden. Im Inneren dieses Gebäudes
befinden sich sehenswerte Mamorstatuen und ein sehr beeindruckendes
Deckengemälde, das Kaffeepflücker beim Einbringen der
Ernte zeigt.
Mercado
Central
Besonders für all jene, die noch nie einen lateinamerikanischen
Markt besucht haben ist dieser hier mit Sicherheit sehenswert. Gedränge,
Farben, Düfte und wirklich jedes Produkt sind dort zu finden
- natürlich zu äußerst günstigen Preisen. Aber
Vorsicht, leider lockt dieser Markt auch zahlreiche Taschendiebe
an!
La
Feria de los Agricultores
Jedes Wochenende veranstalten die Bauern aus der Umgebung von San
José einen Bauernmarkt, wo sie frisches Obst und Gemüse
verkaufen. Ticos veranstalten diesen Markt nicht nur um Handel zu
betreiben, sondern nutzen ihn auch als Treffpunkt, um mit
Verwandten und Freunden zu plaudern. Natürlich ist solch ein Markt für
Touristen besonders besuchenswert, denn es werden exotische Früchte
angeboten, die es in anderen Ländern nicht gibt oder auch wenn
es sie gibt - eine Banane aus Costa Rica schmeckt tausend mal besser
als eine in z.B. Deutschland gekaufte. Außerdem bekommt man
einen guten Eindruck wie Lateinamerikaner ihre Geschäfte
abwickeln.