Die ältesten archäologischen Funde,
die eine menschliche Besiedlung Costa Ricas dokumentieren, sind
etwa 11.000 Jahre alt. Bis zur Ankunft der Spanier im 16. Jahrhundert
n. Chr. lebten vermutlich nur 30.000 Menschen im heutigen Staatsgebiet.
1502 erkundete Kolumbus als erster Europäer die costaricanische
Atlantikküste. Die von Kolumbus vorgenommene Bezeichnung
Costa Rica y Castillo de Oro (dt.: Reiche Küste
und Goldene Burg) sollte sich als Wunschvorstellung herausstellen:
Das Land ist arm an mineralischen Rohstoffen. Erst ab 1560 wurde
Costa Rica systematisch kolonisiert. Spanische Konquistadoren
gründeten 1563 unter anderem Cartago, das bis 1823 Hauptstadt
Costa Ricas war. Im 17. Jahrhundert festigten die Spanier ihre
Herrschaft über Costa Rica, das jedoch wegen seiner Rohstoffarmut
und unbedeutenden strategischen Lage eine nachrangige und unterentwickelte
Kolonie blieb.
1821 erhielt Costa Rica die Unabhängigkeit von der ehemaligen
Kolonialmacht Spanien. Die Geschichte Costa Ricas ist für
mittelamerikanische Verhältnisse eine erfolgreiche Geschichte.
Ab dem späten 19. Jahrhundert gab es dort nur zwei kurze
Perioden der Gewalt, die die Demokratisierung des Landes beeinträchtigten.
Die Karibik am
Ende des 19. Jahrhunderts
Präsident José Figueres Ferrer (1948–49,
1953–58, 1970–74) ließ nach dem Beitritt zum
TIAR-Pakt am 8. Mai 1949 die Armee per Verfassung abschaffen.
Grenzschutzaufgaben hat die Polizei übernommen. Allerdings
existiert eine paramilitärische Sicherheitsgarde mit einer
Stärke von rund 8400 Mann. 1983 verkündete Präsident
Luis Alberto Monge angesichts der Verschärfung der Bürgerkriege
in Zentralamerika (v.a. in Nicaragua) die dauernde, aktive und
unbewaffnete Neutralität des Landes. Präsident Óscar
Arias Sánchez erhielt 1987 für sein Engagement für
die friedliche Beilegung von Konflikten in Mittelamerika den Friedensnobelpreis.
Costa Rica wird auch die „Schweiz Mittelamerikas“
genannt, nicht nur wegen der bergigen Landschaft, sondern auch
wegen des relativen Wohlstands.

